Karten und Reservierung
0341-96 123 46
montags: 12-16 Uhr   dienstags-samstags: 12-20 Uhr

29. Europäisches Humor- und Satirefestival

vom 20. bis 27. Oktober

SANFTWUT:
Lieber die Katze im Sack als nen Drachen im Bett
019 Bild Lieber die Katze im Sack als nen Drachen im BettBild: Wolfram Dütthorn
Wer kauft schon gern die Katze im Sack? Wer hofft nicht darauf, dass die Politiker auch mal die Katze aus dem Sack lassen? Wieso denkt man beim Hausdrachen immer zuerst an die eigene Frau?
Moni & Manni stellen sich unseren Alltagsproblemen genauso wie den großen Fragen der Zeit.
Gewohnt fröhlich, gewohnt bissig. Mit entwaffnendem Humor und mit traumhaften Gesangseinlagen.
Und Achtung: Wer sich tatsächlich einen Drachen ins Bett holt, sollte einen Feuerlöscher griffbereit haben.
Es spielen: Uta Serwuschok („Moni“), Thomas Störel („Manni“)

Weitere Termine

Distel: Die Zukunft ist kein Ponyhof
050 Bild Die Zukunft ist kein PonyhofFoto: Stefan Gloede
Eine kabarettistische Überraschungsparty
Kabarettist Ole Schroeder wird 40. Seine Frau hat eine Überraschungsfeier für ihn organisiert. Doch die Party kommt ziemlich ungelegen, denn das Geburtstagskind muss eigentlich an seinem neuen Stück arbeiten. Zu allem Überfluss versiegt am selben Abend auch noch Oles einzige Geldquelle. Ab jetzt muss gespart werden: Der Putzfrau kündigen, den Caterer abbestellen und das Netflix-Abo auslaufen lassen. Doch ein Partygast bringt ein Angebot, dass alle finanziellen Sorgen lösen könnte. Nur, dass dieses Angebot leider mit Oles Berufsethos nicht vereinbar ist. Aber wieviel Moral kann man sich leisten, wenn man eine Familie ernähren muss? Die Tochter will ein Pony, ein neues iPhone und auf eine Privatschule gehen.
Eine Kabarett-Überraschungsparty mit ungebetenen Gratulanten, übereifrigen Putzfrauen, nervigen Nachbarn, karrieregeilen Politneulingen, raffgierigen Agenten und einer vollständig biologisch abbaubaren Montessori-Lehrerin.
Den Soundtrack liefert eine verwunschene Karaoke-Maschine, die jeden noch so harmlosen Helene-Fischer Song in ein schmissiges Kabarett-Lied verwandelt. Moralfaktor stufenlos regulierbar. Atemlos durch die Nacht ins Land der politischen Ahnungslosigkeit. Keine Chance zur Betroffenheit, da schon die nächste Spaß-Rakete zündet.
Die Herkuleskeule: Durch Traum und Zeit
052 Bild Herkuleskeule Durch Traum und ZeitFoto: Hans-Ludwig Böhme / Robert Jentzsch
Nach 30 Jahren Mauerfall: Ein Blick zurück nach vorn von und mit Wolfgang Schaller
Wolfgang Schaller betreibt seit Jahrzehnten Geschichtskontrolle. Dafür bekam er von Frank-Walter Steinmeier schon den Stern der Satire an die Brust genagelt. Als profiliertester Autor des ostdeutschen Kabaretts gilt er als empathischer Fürsprecher des kleinen Mannes und Verteidiger eines ostdeutschen Selbstbewustseins. Schaller ist ein hoffnungsvoller Skeptiker, dessen Widerspruchsgeist auch nach 1990 den Glauben an das Kabarett als Motor gesellschaftlicher Veränderung bewahrt. Provokant und frech sind seine Texte und Kolumnen für viele ein Lebensmittel.
30 Jahre nach dem Mauerfall geht er nochmal auf die Bühne. Und wenn er erschreckend zukunftsaktuell fragt, was von seinen Träumen geblieben ist, kontert sein junger Kabarettfreund Hannes Sell, ob wir heute ein Volk ohne Traum sind. Und zwischen Lust und Frust rockt die Vollblutkabarettistin Birgit Schaller mit Schlagern durch die Zeit.
Satire, bei der der Spass aufhört, harmlos zu sein.
Musik: Thomas Wand
Regie: Matthias Nagatis
Daniel Ziegler: BASSIMIST
058 Bild Daniel Ziegler
Wer kennt ihn nicht, den Appenzeller Daniel Ziegler, der als Bassist von „Giacobbo/Müller“ etwa so viel Lebensfreude versprüht wie ein leerer Deospray.
Und jetzt kommt diese geballte Ladung Fröhlichkeit abendfüllend und solo auf uns zu.

Was macht den ultimativen Hit aus? Den Musiker Daniel Ziegler wurmts, dass in der Hitparade alles gleich tönt. Vor allem, weil er weiss, mit welchen Tricks man garantiert einen Charthit landet. Es ist eigentlich wie beim Kochen: Man braucht die richtigen Zutaten in der richtigen Menge. Von Groove über Melodie und von Harmonie bis Performance bewegt sich Ziegler durch das Rezept eines Superhits. Zugegeben: So manches Mal führen ihn seine Erklärungen und musikalischen Beispiele in Gefilde, die er selber lieber nie betreten hätte – und die mit Musik rein gar nichts zu tun haben.
Brodowy & Kirchberg: Wenn die Muse zweimal klingelt
053 Bild Brodowy & Kirchberg
Ein Doppelsolo im Kabarettduett
Die beiden Kabarettisten Johannes Kirchberg und Matthias Brodowy tun sich zusammen für einen Abend der besonderen Art. Nachdem sie sich bereits auf dem Kleinen Fest im Großen Garten in Hannover erfolgreich eine Bühne teilten, wächst hier zusammen, was zusammen gehört.
Kirchberg, der Alt-Leipziger und Wahl-Hamburger, trifft auf den hannoverschen Lokalmatador Brodowy. Ob vierhändig am Klavier oder an anderen Instrumenten - in ihrem Soloduett erklingen nicht nur ihre schönsten Lieder, sondern es gibt auch Neues und Wiederentdecktes zu hören. Was halt so passiert, „wenn die Muse zweimal klingelt“.
Zärtlichkeiten mit Freunden: Die schönsten Momente
054 Bild Zärtlichkeiten mit FreundenFoto: Edgar Schröter
Die bekannte Band „Zärtlichkeiten mit Freunden“ ist gut bis sehr gut. Als Zuzweitunterhalter haben Ines Fleiwa und Cordula Zwischen sch neben schlechter Musik und geklauten Gags nichts weiter zu bieten. Sie haben über 20 Kleinkunst- und Comedypreise auf dem Schrank stehen. Darüber freuen sie sich dementsprechend. Das alles ist sehr herrlich und zieht bei Frauen.
Die beiden Grobmusiker der bekannten Band „Zärtlichkeiten mit Freunden“ gastierten bereits auf vielen Silberhochzeiten, Sportfesten und CB-Funkertreffen. Sie sind alte Hasen in der Unterhaltungsbranche. Die zwei Stunden Programm sind kurz. „Zärtlichkeiten mit Freunden“, um den Namen noch einmal zu nennen, spielen Hits. Aber das ist ihnen nicht genug, sie machen auch Witze. Das ist eigentlich schon alles, was wichtig ist.
Die Sanftwut-Profikateure: Selig die Bekloppten, sie brauchen keinen Hammer
056 Die Sanftwut Profikateurev.l.n.r.: I. Serwuschok, R. Raschke, M. Schwarzmüller, M. Kuzak,P. Passehr
Foto: Frank Keller
Die SanftWut - Profikateure aus der Leipziger Mädler-Passage stellen sich in ihrem neuen Programm der Frage, ob das Kabarett tot ist.
Wer aber sind die Bekloppten?
Die da oben oder die da unten? Das Publikum? Die Künstler auf der Bühne?
Die Antwort gibt das Programm. Eine aufschlussreiche Reise in die Geschichte des Kabaretts.
Gelandet in der Gegenwart kann man lachend feststellen, dass das Kabarett lebt. Satire läßt sich nicht meucheln. Von nichts und niemanden. Außer von uns selbst.
Jeder der den Nagel aus dem Brett vorm Kopf ziehen will braucht keinen Hammer.
Er braucht eine Zange.
Kabarett zum Lachen, obwohl einem nicht danach ist.
Kabarett zum Denken, weil wir uns das nicht verbieten lassen.
Es lebe die Satire mit all ihren Facetten.

Weitere Termine

SANFTWUT:
Lieber ein komischer Vogel als ein grauer Star
057 Bild Lieber ein komischer Vogel als ein grauer Star
Moni und Manni, das unnachahmliche Leipziger Kabarettpärchen, mit dem fünften Streich.
Diesmal geht es um die Frage, ob es sich lohnt, Dingen hinterherzujagen, die man sowieso nicht erreichen kann: Knitterfrei bis siebzig, täglich eine Traumfrau auf der Couch oder ein bezahlbarer Pflegeheimplatz für den nörgelnden Gatten. Moni und Manni geben ihr Bestes! Frische, aktuelle Szenen und Lieder gespickt mit Lieblingsnummern aus ihrem langjährigen gemeinsamen Bühnenleben. Während andere Stars auf der Bühne ergrauen, bleiben die beiden zwei quietschbunte komische Vögel.

Es spielen: Uta Serwuschok („Moni“), Thomas Störel („Manni“)

Zur Lachmesse

Weitere Termine

JUGEND FORSCH! Lachmesse-Newcomer-Show
055

In Zusammenarbeit mit der


Nach den großartigen Erfolgen in den letzten Jahren präsentieren zum dritten Mal drei junge Nachwuchstalente sich und ihre aktuellen Programme auf der Bühne:
Moderation: Matthias Schwarzmüller
Christine ZeidesBild: Birgit Dworak
Christine Zeides:
„INFAUST“

Goethes Faust ist ein Schwergewicht der klassischen Literatur und gibt bis heute Rätsel auf. Aber wie würde sich Faust wohl in heutiger Zeit als Berliner Student verhalten? Wonach würde er streben? Und welche neuen teuflischen Machenschaften hält die Moderne für seinen Begleiter Mephisto bereit? Mit nicht mehr als zwei Händen bewaffnet übersetzt Christine Zeides die vermeintlich verstaubte Faustfigur in die Gegenwart und zeigt ihre erstaunliche Aktualität.


Thomas EngelsBild: Matthias Piekacz
Thomas Engels:
„Einzelschicksale“

Die Welt ist, wie sie ist. Auch, wenn es besser wäre, wenn sie besser wäre.
Und was machen wir guten Menschen von Nebenan? Wir arrangieren uns auf ganz eigene Weise mit dieser Welt, denn jeder ist seines Unglücks Schmied.
Wer das Unglück nicht mehr aushält, der trennt eben den Müll oder kauft Fairtrade-Produkte beim Discounter. Oder diskutiert bei Facebook, denn dort hat man wenigstens die Kontrolle über seine eigene Komfortzone. Und manchmal geht man aufs Ganze und lehnt sich vorsichtig ein Stückchen aus dem Fenster.
Thomas Engels gibt mit Musikalität und Satire Einblicke in die kleinen Welten besonderer Menschen und fischt aus den Untiefen der Seele die kleinen Brocken, an denen man sich so leicht verschluckt.


Peter FischerBild: Max Saufler
Peter Fischer:
„Zweitastengesellschaft.“
Schwarz sehen? Weiß nicht.

In einer Zeit, in der das Kabarett längst keine Lösungen mehr bietet, in der falsch richtig und richtig egal ist, in der wir die Nächstenliebe verzweifelt in Kreuzform an die Wand nageln, in der die Gutmenschen die Bösen und die Wutmenschen die Lautesten sind – in dieser Zeit ist Peter Fischers Zweitastengesellschaft vor allem eines: ein Plädoyer für den Mittelweg. Für Sanftmut. Für Kompromisse. Nur bitte, verdammt noch mal, nicht die falschen. Ihr Deppen.
Furchtlos stellt sich Peter Fischer den brennenden Fragen unserer Zeit (was z.B. haben Annegret, Jesus und E-Autos mit Jazz zu tun?), hemmungslos berichtet er vom Auf und Ab der eigenen (Fehl-)Entwicklung und schonungslos benennt er die Wurzel allen Übels: den Klavierunterricht.
Der prämierte Münchner Musikkabarettist (Deutscher Song Contest Troubadour, Kabarettpreis Rostocker Koggenzieher u.a.) verbindet Klavier-Melodien mit Gesellschaftskritik, mal nachdenklich, mal „völlig abgefahren und respektlos – aber wirklich witzig“ (SZ).

der-peter-fischer.de